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Das kann nicht das Karriere Ende sein

Krone, 23. Februar 2016

Schwerer Rückschlag für Gregor Schlierenzauer! Österreichs Rekordadler hat sich bei seinem Sturz beim Heli-Skifahren in Kanada das Kreuzband im rechten Knie gerissen. Der 26-jährige Tiroler muss operiert werden und fällt wohl acht Monate aus: „Das ist natürlich bitter, aber es ist bei weitem keine Tragödie."

Am Montag kehrte Gregor Schlierenzauer aus Kanada zurück, Untersuchungen in Innsbruck bestätigten die schlimmen Befürchtungen: Kreuzbandriss im rechten Knie! „Es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Alles halb so wild, die Pläne ändern sich, darauf gilt es sich einzustellen", gab sich der Tiroler nach der Diagnose kämpferisch.

Laut Vertrauensarzt Wulf Glötzer liegen keine weiteren gravierenden Verletzungen vor: „Für eine Fortsetzung der Karriere habe ich Gregor eine Operation empfohlen. Fürs Skispringen muss das Knie stabil sein."

Nach Abklingen der Schwellung wird sich Gregor einer Operation unterziehen: „Mein Ziel ist es, wieder maximal gesund zu werden, daran werde ich mit Energie und Zielstrebigkeit arbeiten. Das kann nicht das Karriereende sein."

Acht Monate Pause

Laut ÖSV-Teamarzt Jürgen Barthofer muss sich „Schlieri" auf eine lange Pause einstellen: „Bei einem Skispringer ist nach einem Kreuzbandriss mit einer Regenerationsdauer von rund acht Monaten zu rechnen."

Schlierenzauer, der seit der Tournee eine Auszeit nimmt, will deswegen nichts überstürzen: „Ich werde den Dingen ihren Lauf lassen und mir so lange Zeit dafür nehmen wie notwendig."

Die Frage nach der sportlichen Zukunft lässt er weiter offen. Die Operation und die Reha sind aber ein Zeichen, dass Gregor ans Weitermachen denkt. Ein Comeback wäre medizinisch im Laufe der nächsten Saison möglich.

N. Niederacher

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